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Lötverfahren:
- Reflowlöten = "simultanes" Löten mit Lotpaste
- Wellenlöten = "simultanes" Löten auf bewegtem Bad
- Tauchlöten, Schlepplöten (kaum noch verwendet)
= "simultanes" Löten auf ruhendem Bad
- automatisiertes Kolbenlöten = Selektivlöten mit Roboter
- Bügellöten, Thermodenlöten = Selektivlöten mit geregelter
Werkzeugtemperatur zum Durchfahren eines Lötprofils
- Mikroflammlöten = Reflow-Selektivlöten mit Knallgasflamme
(Wasserstoff/Sauerstoff) als Heizquelle
- Laserlöten = Reflow-Selektivlöten mit Laser als Heizquelle
- Minischwall, "Microwave", Punktwelle, Hubtauchlöten =
selektives Löten auf bewegter bis ruhender Schmelze
- Maskenlöten = selektives Wellenlöten
- Handlöten = Selektivlöten manuell mit Lötstation und Lotdraht
- Rework = Selektives Aus- und Einlöten von Bauelementen, Nacharbeit
defekter Lötstellen, vom Handlöten über Minischwall, PC-gesteuerte Aus-
und Einlötstationen bis zum Laserlötsystem
Reflowlöten: siehe auch Themenschwerpunkt >>Lötprofil
Nach dem Prinzip der Wärmeübertragung unterscheidet man
| · | Strahlungslöten mittels Infrarotheizung an Luft oder inert,
d. h. unter Schutzgas; S. wird als Massenfertigungsverfahren derzeit wegen
der großen Temperaturdifferenzen auf komplexen Baugruppen kaum noch
eingesetzt. |
| · | Konvektionslöten mittels Heißgas, entweder atmosphärisch mit Luft, oder
inert, d. h. unter Schutzgas. In der Fertigung elektronischer
Flachbaugruppen wird Stickstoff als Schutzgas (Inertgas) verwendet. Die
Kosten für Stickstoffverbrauch schrecken viele Anwender ab, weil der
Vorteil bei modernen Lotpasten kaum augenfällig wird. |
| · | Kondensations- oder Dampfphasenlöten (= Vapour Phase
Soldering).
Der Dampf verdrängt den Luftsauerstoff, wirkt also als Inertgas. |
| · | Kontaktlöten: Baugruppen mit flacher Unterseite werden auf
einem wärmebeständigen Band über beheizte/gekühlte Platten
transportiert |
| · | Induktionslöten: im elektrisch leitenden Lötgut wird die
Lötwärme mittels Induktionsspulen erzeugt - die Frage muss bei
elektronischen Baugruppen immer sein, ob die Bauelemente das aushalten... |
Diese Prinzipien sind Aufschmelzverfahren = engl. Reflow Soldering. Für das Reflowlöten
(eingedeutschter Begriff) werden Lotdepots mit Flussmittel an den Fügestellen aufgetragen,
meist in Form von Lotpaste (siehe Material). Wenn die Temperatur die
Schmelztemperatur = Liquidus überschreitet, wird das Lotdepot flüssig und benetzt mit
Unterstützung des Flussmittels die zu lötenden Anschluss-Oberflächen.
Wellenlöten:
Von den Verfahren, die mit einer flüssigen Lotschmelze sowohl das Lot als auch die
Lötwärme einbringen (Badlöten), ist das Wellenlöten = engl. Wave Soldering das am
häufigsten eingesetzte. Beim Wellenlöten wird zuerst verdünntes Flussmittel aufgetragen,
dann wird das Lösungsmittel verdampft und vorgewärmt, und dann werden die Fügestellen
über einen hochgepumpten Wellenkamm gefahren. Für das Wellenlöten findet man auch den engl.
Begriff Flow Soldering.
Wellen- und Reflowlötung sind Massenlötverfahren. Die Arbeitstemperatur liegt hier
für elektronische Baugruppen zwischen ca. 200°C bei extrem wärmeempfindlichen Bauelementen
(z. B. fragile Spritzgussformkörper) und ca. 260°C als Obergrenze beim Wellenlöten.
Selektivlöten:
Maschinengestütztes Selektivlöten wird auf die Fügestellen angewendet, die lokal
gelötet werden sollen, ohne dass die gesamte Baugruppe auf Löttemperatur gebracht
wird, z. B. wenn schon andere temperaturempfindliche Bauelemente auf der Baugruppe
montiert sind. Auch beim Selektivlöten werden Aufschmelzverfahren (mit deponierter
Lotpaste, oder mit Lotdrahtzufuhr) und Badlötverfahren verwendet. Selektivlötverfahren sind
| Automatisiertes Kolbenlöten: Beim Kolben- löten
erzeugt ein elektrisches Heizelement im metallischen Schaft des Lötkolbens
die Wärme. Um einer Verzunderung vorzubeugen wird die Lötspitze mit einer
Nickel- oder Eisenschicht überzogen. Eine Erweiterung des Lötkolbens sind
speziell geformte Heizstempel, die mit Ihrer Kontur für die Lötstelle
angepaßt werden. Lot und Flussmittel werden als Draht mit Flussmittelseele automatisch
zugeführt (/ATN/). |

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| Bügellöten: Bei diesem Verfahren werden temperaturgeregelte Werkzeuge (Lötbügel, Thermoden) für die Wärmeeinbringung in die Fügestelle verwendet; im Unterschied zum Kolbenlöten kann der Bügel kalt aufgesetzt werden, dann ein Lötprofil durchfahren und erst nach der Erstarrung abgehoben werden. | |
| Mikroflammlöten: Die Lötwärme wird berührungslos vermittels einer Knallgasflamme zugeführt. Lot und Flussmittel können als Paste vor dem Lötvorgang aufgetragen werden, oder als Draht beim Lötvorgang ohne oder mit Flussmittelseele zugeführt werden. Das Mikroflammlöten wird aufgrund der Verfügbarkeit preiswerter Diodenlaser kaum noch
verwendet (/ATN/). |

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| Laserlöten: Die Lötwärme wird berührungslos mittels CO2-Laser (hohe Investition) oder Diodenlaser
(gute Regelbarkeit der Leistung) zugeführt. Lot und Flussmittel können als Paste vor dem Lötvorgang, oder als Draht beim Lötvorgang ohne oder mit Flussmittelseele zugeführt werden.
Mit umgeschmolzenen Lotdepots ist das Löten ohne Flussmittel möglich, da der Laser lokal eine so hohe Temperatur erzeugt, dass
Metalloxide zerfallen und die Lotschmelze die aufgeheizten Kontakt- flächen in extrem kurzer Zeit
benetzt (/ATN/). |
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Beim Lichtlöten wird Infrarotlicht mit einem
halbelliptischen Spiegel auf der Fügestelle fokussiert. Die
Strahlungsenergie wird an der Oberfläche der Lötstelle durch Absorption in
Wärme umgewandelt. Die Energie kann über die Leistung der Lichtquelle, die
Strahlungs- dauer und die Art der Fokussierung variiert werden. Der
Durchmesser des Brennfleckes liegt je nach optischem System bei 2-3 mm (/ATN/). |  |
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Beim Induktionslöten wird an eine Sekundärspule,
dem Lötinduktor, eine Mittel- oder Hoch- frequenz-Stromquelle angelegt. Der
im Induktor fließende Wechselstrom induziert ein Magnetfeld, das in
Fügepartnern an der Lötstelle Wirbelströme erzeugt, die die Erwärmung
auf Löttemperatur bewirken. Das Induktionslöten ermöglicht die
Übertragung großer Energiemengen. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens
ist der geringe Wartungs- und Instandhaltungsaufwand (/ATN/). |
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| Löten mit einer Punktwelle (dynamisches Bad, /Scheel/) |  |
| Hubtauchlöten (statisches Bad, /Scheel/) |  |
| Form-Düsenlöten (dynamisches Bad) | |
| Löten mit maskierten Baugruppen im Wellenlötsystem | |
Handlöten, Manuelles Löten
Rework
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